Berufsunfähigkeitsversicherung / BU


Berufsunfähigkeitsversicherung

Von Verbraucherschützern wird die Absicherung des Arbeitseinkommens von Arbeitnehmern als äußerst wichtig empfunden. Wir teilen diese Meinung. Vor allem bei Berufseinsteigern empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, weil in den ersten Arbeitsjahren gar kein gesetzlicher Versicherungsschutz besteht.

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Experteninfos zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

Wie hoch ist Ihre Vorsorgungslücke?

Grundsätzlich ist die Absicherung der Differenz zwischen dem monatlichen Nettoeinkommen und den gesetzlichen Ansprüchen sinnvoll. Diese entnehmen Sie am Besten dem Rentenbescheid Ihres Rentenversicherungsträgers. Wer diesen jedoch nicht zur Hand hat, kann jedoch auch einfach anhand einer einfachen Formel leicht ausrechnen, wie hoch seine Versorgungslücke in etwa ausfällt. Ein Beispiel: Eine Person, 2.500€ brutto, 1.700€ netto wird voll erwerbsunfähig. Der Gesetzgeber zahlt: 2.500*31% = 950€. Die private Absicherung sollte also eine Höhe von 750€ (1.700€ netto – 950€ gesetzl. Anspruch) haben. Da jedoch oft von einer halben Erwerbsunfähigkeit ausgegangen werden muss, ist eine Absicherung von 1.212,50€ ratsam (2.500*15%=487,50€ gesetzl. Anspruch, 1.700-487,50=1.212,50€ Versorgungslücke).

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Berufsunfähigkeitsversicherung: Notwendiger Schutz vor finanziellem Ruin?

Gesetzliche Ansprüche eingeschränkt

Angestellte haben in der Regel Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente. Für alle nach dem 2. Januar 1961 geborenen gilt hierbei die Regelung für die sogenannte Erwerbsminderungsrente. Um überhaupt noch eine Leistung aus der gesetzlichen Sozialversicherung bekommen zu können, müssen Menschen, die nach dem 02.01.1961 geboren sind, nunmehr weniger als 6 Stunden am Tag in der Lage sein, irgendeiner (!) Tätigkeit des regulären Arbeitsmarktes nachzugehen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Tätigkeit in der Region des Versicherten überhaupt nachgefragt wird. Wer weniger als 6, jedoch mehr als 3 Stunden in der Lage ist, einer Beschäftigung nachzugehen, bekommt die halbe Erwerbsminderungsrente, bei weniger als drei Stunden die volle. Im besten Fall, also bei voller Erwerbsminderung, kann man davon ausgehen, dass die betroffenen Menschen in etwa 38% ihres letzten Bruttoeinkommens erhalten.

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Selbständige in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Selbständige haben in der Regel keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Sozialversicherung, egal wie alt sie sind. Lediglich Restansprüche aus Zeiten, in denen noch keine Selbstständigkeit bestand sind möglich – jedoch auch eher selten. Wer selbstständig tätig ist oder als Freiberufler arbeitet, tut also sehr gut daran, sein volles Einkommen durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern.

Gefährliche Berufe / Risikoklassen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die meisten Versicherungen stufen Ihre Kunden je nach Beruf in mindestens vier Risikokategorien ein. Je höher die Risikogruppe, desto teurer wird die BU-Police. Daher kann es für gesunde Kunden Sinn machen, Ihre bestehende BU zu optimieren, wenn sie aufgrund der aktuell ausgeübten Tätigkeit zu einer günstigeren Berufsgruppe zählen. Vor allem, weil auch die Bedingungen der Versicherer in den letzten Jahren stetig zu Gunsten der Kunden verbessert wurden.

Berufsgruppe I: Ärzte, Architekten, Apotheker, Psychologen

Berufsgruppe II: Bank- & Bürokaufleute, Sekretäre, Techniker

Berufsgruppe III: Krankenpfleger, Gastwirte, KFZ-Mechaniker

Berufsgruppe IV: Bauarbeiter, Künstler, Schornsteinfeger

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